Donnerstag, 30. November 2017

Eindrücke aus dem Turmzimmer der Perry Rhodan Redaktion

Als Volker und ich heute in der Perry Rhodan Redaktion eingeladen waren, hatten wir auch die Gelegenheit, das sagenumwobene Turmzimmer heimzusuchen.
Mit Philine-Marie Rühmanns Hilfe habe ich ein kleines FB-Livevideo gesendet, dass ich später nocheinmal auf Youtube veröffentlicht habe.




Der Monat im Rückblick - November 2017

Der November ist rum. Ich mach nicht viele Worte:

Der Monat hatte einen Anfang,


und ein Ende.

Wenn ich wieder in dieser Galaxie angekommen bin, kommt auch noch mehr Material von unserem Besuch in Rastatt.

Dienstag, 28. November 2017

Zeitreise mit Hubert Haensel

Mit der Einführung der Leserkontaktseite in den Dreihunderterbänden, begann die Perry-Rhodan-Redaktion verstärkt, Adressen von Perry-Rhodan-Clubs zu veröffentlichen. Manche davon stehen mit ein paar netten Worten direkt auf der Leserkontaktseite (die damals noch am Beginn des Heftes zu finden war), andere finden sich auf Listen, die meist mitten im Heft abgedruckt waren.
Auf einer solchen Liste in Band 330 - Ein Mann wie Rhodan vom 29.12.1967 findet sich auch das Inserat eines gewissen Hubert Haensel, damals sechzehnjähriger Gymnasiast aus der Oberpfalz.

Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
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Hubert Haensel war so nett, mir einige Zeilen über seinen damaligen Perry-Rhodan-Club zukommen zu lassen:



Unser Perry Rhodan-Club Stardust war kein großer Club, wie man das heute hat. Der Kern waren vier bis fünf Gymnasiasten. Wir interessierten uns für Perry Rhodan und andere SF, aber auch für Raumfahrt und Astronomie. Immerhin hatten wir damals mit der NASA korrespondiert und auch viel Material von dort erhalten. Aus diesen Unterlagen hat einer von uns die Saturn V eigenständig nachgebaut. Im Maßstab 1 : 100 aus Karton und Papier.
Nein, das war kein dilettantisches Werk, sondern zur Gänze rechnerisch nach den Plänen umgesetzt und dann im Original lackiert (alle nötigen Rundungen usw selbst berechnet). Vor allem war die Rakete mit rund einem Meter Höhe sehr imposant. 
Eine Clubzeitschrift zu den Themen Astronomie und Raumfahrt wollten wir folglich auch rausgeben. Die erste Nummer hatten wir schon fertig. Gescheitert ist das Projekt leider letztlich daran, dass es noch keine Fotokopierer gab. Wir haben es im Spiritusumdruck versucht (kennt das heute noch jemand?), sind letztlich aber an der Handhabung und der Menge der Seite gescheitert.


Danke für diesen kleinen Einblick in das Fandom vergangener Tage. die Rakete hätte ich ja gerne mal gesehen. Und ja, Arbeitsblätter aus Spiritusumdruck kenne ich noch aus meiner Grundschulzeit ...
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Haensel - This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
Update (30.11.2017):

Mittlerweile habe ich weitergelesen und bin noch einmal über den Namen Hubert Haensel gestolpert.
Hubert hat ja von der geplanten, aber leider nicht realisierten Clubzeitschrift geschrieben. In Band 334 hat er diese sogar beworben. Sie sollte 60 Pfennig kosten:
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Freitag, 24. November 2017

Die Phantome von Epsal - der Stoff für Band 4000?

Kurz vor Weihnachten hat die Redaktion noch mal einen rausgehauen, mit dem sicherlich viele Fans nicht mehr gerechnet haben: Die Serie Perry Rhodan Extra erwacht aus dem Winterschlaf.
Was als einmalige Publikation im Jahr 2004 gedacht war, eine Sonderpublikation zur laufenden Serie mit einer kleinen Dreingabe, schien im Jahr 2012 mit dem Plejadenspiel sein stilles Ende gefunden zu haben.
Nun, nach fünfjähriger Ruhepause durfte Michael Marcus Thurner die Serie mit dem Roman "Die Phantome von Epsal" wiederbeleben.

Was steht drin?

Es ist kaum zu glauben, dass über den Planeten Epsal so gut wie nichts bekannt ist. Schließlich gehören die etwas schrankförmigen Bewohner dieses Planeten seit Ewigkeiten fest ins Perryversum. Michael Marcus Thurner hatte also eine Menge Freiheiten beim Ausmalen ihrer Heimatwelt.
Zu Beginn zeigt der Autor uns den Unsterblichen von seiner staatsmännischen Seite, wie er sich auf einer Konferenz auf Epsal zwischen unterschiedlichsten Fraktionen zu langweilen droht.
Aber es dauert nicht lange, bis ein Attentäter auftaucht und die Konferenz ordentlich platzen lässt. Herr Rhodan, das ist mit Sicherheit kein Spoiler, überlebt die ganze Sache, taucht ab und macht sich an die Aufklärung der Hintergründe.
Hierzu unternimmt er mit einigen Verbündeten eine rasante Reise durch wilde epsalische Landschaften, kommt den Tätern immer näher, und am ende ist doch alles ganz anders.
Aufgelockert wird das Ganze immer wieder durch kleine Einsprengsel der planetarischen Chronik aus der Frühzeit der epsalischen Kolonisierung, die selbstverständlich ebenfalls eine Bedeutung für die Auflösung der Geschichte haben.
Wer mehr über den Inhalt wissen möchte, kann sich hier eine etwas längere Pressemitteilung durchlesen.
Insgesamt eine spannende, unterhaltsame und flüssig zu lesende Erzählung mit dem typischen Thurner-Humor.

Was ist drumherum?

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Perry Rhodan Extra Nr.16 umfasst 98 Seiten ohne Illustrationen, Extras oder Leserbriefe, geht also in seinem Umfang deutlich über ein gewöhnliches Romanheft hinaus.
Verpackt ist der Text in einem Hochglanzumschlag, wie er mittlerweile für Sonderpublikationen und Miniserien üblich zu sein scheint. Die Rückseite und die beiden inneren Umschläge ziert jeweils Verlagswerbung für die neue Website, die Erstauflage und eine Übersicht der laufenden Perry-Rhodan-Publikationen.
Das Covermotiv zeigt den Unsterblichen höchstselbst, in einer Umgebung, die mich an einen gewissen Sumpfplaneten aus einer weit entfernten Galaxis vor langer Zeit erinnert.
Der Perry-Rhodan-Schriftzug knüpft mit seinem roten Querbalken gestalterisch an die Miniserien Terminus und die kommende Olympserie an. Offenbar eine neue Designvorgabe, mit der Sonderpublikationen deutlich von der Erstauflage abgehoben werden sollen. Gefällt mir.
Ein schöner, hochwertig gestalteter Heftroman, leider ohne eine Extra-typische Beigabe.

Woran hatte ich beim Lesen meine Freude?

Michael Marcus Thurner bedauert in seinem Werkstattbericht zum Roman, dass er in der zweiten Hälfte einige Szenen kürzen musste, die ihm wichtig waren. Diese Kürzungen sind dem Roman zwar anzumerken, tragen für mich aber zum besonderen Charme dieser Geschichte bei. So lässt der Autor sich in der ersten Hälfte alle Zeit der Welt, die epsalische Gesellschaft gründlich auszuleuchten, und so den berühmten Planeten und seine noch berühmteren Bewohner greifbar zu machen.

Wunderbar sind die epsalische Dackelplage und die epsalischen Dampfschweine. Ich bin froh, dass jemand mit dem Humor eines Michael Marcus Thurner hier ans Werk durfte.
Außerdem lernt der Leser eine Menge über die epsalische Militärakademie und die Innenpolitik des Planeten. Faszinierend.

Die zweite Romanhälfte ist vom Tempo und vom Setting her deutlich abgesetzt. Rhodan verlässt den Staatsempfang und schlägt sich durch die epsalischen Sümpfe. Noch mehr Dackel, noch mehr Dampfschweine. Großartig, diese Schilderung einer Welt mit der doppelten Erdanziehungskraft.
Die erhöhte Gravitation ist es auch, die terranische Siedler einst zu dicken Schränken machte. Auf die Frage, wie sich Menschen so schnell an eine neue Umwelt anpassen können, bietet der Roman eine ebenso logische wie erschreckende Erklärung, die wichtiger Bestandteils des Plots ist, und deshalb hier nicht näher beleuchtet wird. (Kleiner Hinweis: Die Phantome spielen hier eine nicht ganz unbedeutende Rolle.)
Wer also wissen möchte, warum ich es witzig fand, dass ein Herr Namens Khan genau die Position auf Epsal einnimmt, die Thurner ihm zuweist, muss schon selber lesen. Es lohnt.

Perry Rhodan war und ist immer auch ein Spiegel seiner Zeit. Wäre die Serie das nicht, übte sie sicherlich weit weniger Faszination auf mich aus, als sie es tut. Dabei bezogen die Autoren in den seltensten Fällen offen Stellung zu einem Thema. Um einmal einen berühmten Begriff von K.H. Scheer abzuwandeln: Es gab meist nur "Schleichpolitik".
"Die Phantome von Epsal" knüpft an diese Tradition an, wird aber ungewohnt deutlich. Schon lange war keine Perry-Rhodan-Szene mehr so politisch, wie der Streit zwischen Galaktikern und epsalischen Nationalisten, die ihren Planeten aus internationalen Verträgen und Staatenbünden herauslösen wollen. Großes Kino, Herr Thurner. Und vielen Dank für ein klares Statement in Form eines ach so banalen Heftromans.
Michael Marcus Thurner lässt seiner überbordenden Phantasie freien Lauf und schafft einen faszinierenden Planeten, der lange bekannt aber doch unglaublich unbekannt ist. Dabei schreckt er auch vor heiklen Themen nicht zurück.

Sind "Die Phantome von Epsal" ein Einsteigerroman? 

Ich habe "Die Phantome von Epsal" unter der Prämisse gelesen, ob sich er der Roman zum anfixen von Neulesern eignet. Die sehr prominent platzierte Verlagswerbung lässt auf eine solche Zielgruppe schließen.

Die spannende Romanhandlung selbst ist absolut anfängerfreundlich und kommt ohne jeden kosmologischen Überbau aus. Der berühmte Sense of wonder ist zwar da, fiel aber wohl der Kürzung etwas zum Opfer. Aus Einsteigersicht ist das zu verschmerzen, schließlich gibt es ja dann noch die Erstauflage. Und da ist mit den Sprossen ja gerade genug Wunderbares unterwegs.
Ein bisschen unglücklich finde ich die Nummerierung als Band 16. Hier hat man vermutlich die Altfans im Auge gehabt, die sich über eine Fortsetzung des Extra-Serie freuen. Einen potentiellen Neuleser könnte die Nummerierung eher abhalten. Hier wäre ein zusätzlicher Hinweis, dass es sich um einen abgeschlossenen Einzelroman handelt, sicherlich hilfreich gewesen, denn das aktuelle Extra hat durchaus das Potential, Leser für Band 4000 zu gewinnen. Zusammen mit Trivid halte ich Epsal für den derzeit besten Einstiegspunkt ins Perryversum.

In den alten Heften, die ich gerade verschlinge, schiebt sich ja alle fünf Minuten ein Epsaler durch die Szene. Und vor diesem Hintergrund freue ich mich einfach, dass auch die Heimatwelt dieser faszinierenden Wesen endlich einmal beleuchtet wird.

Volker, der Zeitreisende, hat sein Heft auch schon gelesen. Natürlich trifft der Roman bei ihm auf einen ganz anderen, erfahreneren Hintergrund. Lest doch mal rein!

Der Heftroman wurde mir freundlicherweise von der Perry-Rhodan-Redaktion zur Verfügung gestellt.

Dienstag, 21. November 2017

BrühlCon im Bewegtbild

Der 1. BrühlCon wirkt in mir immer noch nach. Soeben ist das Video zu unserem galaktischen Treffen fertig geworden.

Montag, 20. November 2017

M87 - was für ein hartes Stück Arbeit

Die letzte ausgewachsene Männergrippe hat mir ermöglicht, ein paar Hefte aufzuholen, sodass ich wieder bei einem Schnitt von einem Heft pro Tag bin.
Und die Männergrippe kam gerade zum rechten Zeitpunkt, da ich vermutlich sonst auf dem Weg nach Magellan stecken geblieben wäre. Aber wenn man ohnehin nicht viel Anderes tun kann ...

Nee jetzt mal ohne Quatsch, dieses M 87-Dings ist in meinen Augen ein Drama allerersten Ranges. Wer bitte erzählt so eine Geschichte?

Da gibt es erst einmal die Freifahrer.
Das Zusammentreffen von Freifahrern und Solarem Imperium - was hätte man da für Geschichten erzählen können! Aber nein, Scheer verballert das Thema auf vier brunzlangweiligen Seiten in Band 300.

Dann taucht das Robotschiff OLD MAN auf.
Groß, gefährlich geheimnisvoll. Wow! Hammer, coole Geschichte. Aber nein, in Band 302 (oder 303, ich weiß es nicht mehr) erfährt der geneigte Leser, was es mit dem Ding auf sich hat. Laaangweilig! Karl Herbert, was ist los?

Na gut nächste Chance: Roi Danton.
Coole Sau, tragischer Charakter. Was hätte man den aufbauen können. Man stelle sich nur vor - ein Gegenspieler, der nicht der ollen Mirona gleich kurz vor Schluss wie der Gott aus der Maschine steigt (in Mironas Fall natürlich Göttin), sondern dem Leser seit 100 Heften bekannt ist. Und am Ende dann der "Ich-bin-dein-Vater-Effekt. Aber nein! Im Nebensatz fällt einen Band später, dass Roi der Sohn des Unsterblichen ist. Toll!

Aber OK, kann passieren. Kein Problem. Aber als wäre nicht schon genug dramatisches Potential den Bach runtergegangen, erfährt ungefähr jede Figur, die auch nur ansatzweise eine tragende Rolle spielt, wesssen Sohn der gute Roi nun ist. Ledigleich der Vater bleibt 25 Hefte lang ahnungslos. Unglaubwürdig hoch Siebzehn. Mann! Karl Herbert, was ist passiert?

Nee ehrlich, der Zyklusanfang ab Band 300 ist in meinen Augen echte Quadratgrütze und Herr Haufen befindet sich in seiner ersten echten Durchbeißphase. Voller Unverständnis darüber, was an diesem Zyklus auch nur annähernd gut sein soll. Vermutlich hat Ralf Recht, wenn er sagt, dass die Expokraten bei diesem Zyklus damals einfach zu viel wollten.

Wurst! Diese Phasen gehören dazu. Ich geh wieder lesen, wollte mir nur mal kurz Luft machen.

Mittwoch, 15. November 2017

Brühlsche Nachwirkung - Heftehaufen goes Video

Ich sitze gerade daran, die Videoschnipsel vom BrühlCon in eine ansehnliche Form zu bringen. Ein Interviewausschnitt ist ja schon zu sehen, den Rest baue ich noch drum herum. Leo Lukas hat uns erlaubt, Cosmolodicsmusik zu verwenden, was ich einen sehr feinen Zug finde.
Danke, Leo.

Das Convideo, eine paar Unterhaltungen mit Volker und ein schon länger zurückliegender Mailwechsel haben mich dazu bewogen, dem Heftehaufen nun doch endlich eine Videosektion zu spendieren. Mal schauen, was daraus wird.

Als erste Fingerübung habe ich das bekannte Interview mit Robert Corvus mal mit ner Titelfolie versehen. (Erst mal klein anfangen ;))
Ich verlinke das nicht, das Video steht ja schon unten.

Dienstag, 14. November 2017

Das war der 1. BrühlCon – Versuch einer Rückschau

Treffen sich drei Typen in Oberhausen und sagen: „Lass mal in Brühl treffen, lecker essen und quatschen.“

Das ungefähr dürfte der Gründungsmythos des 1. BrühlCon 2017 sein, der von Ralf Entz, Volker Hoff und mir auf der Phantastika in Oberhausen ersponnen wurde. Was eigentlich als Treffen zu dritt geplant war, wurde recht schnell größer. Viel größer. Es folgten eine Facebookeinladung, ein Mailwechsel mit Klaus Bollhöfener wegen materieller Unterstützung und schließlich die Zusage von Robert Corvus. Klaus versorgte uns freundlicherweise mit Material für Contüten und einem eigenen Plakat, Robert gab den Ehrengast, denn ein solcher gehört einfach zu jedem Con.

1. BrühlCon 2017 - Copyright by Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt
Und so stand einem sehr lustigen MiniCon nichts mehr im Wege.
Gespannt warteten Volker und ich darauf, wer denn nun tatsächlich im Sauwetter den Weg vor das Brühler Schloss gefunden hatte. 15 festen Zusagen hatten wir, begrüßen konnten wir letztendlich 12 bestens gelaunte Teilnehmer. Sehr großartig!


Die Teilnehmer des 1. BrühlCon - nicht mit auf dem Bild ist unser Fotograf Udo Mörsch
Und es war eine illustre Runde, die den Weg zum Brühler Martinsmarkt antrat. Zwischen Science-Fiction-Autor mit Narrenkappe (es was der 11.11.), altgedienten Perry-Rhodan-Fans, jungen Buchbloggerinnen und SF-erfahrenen Rhodan-Neulingen entspannen sich auf dem Hinweg bereits muntere Gespräche.
Das Mistwetter tat unserer Laune absolut keinen Abbruch, förderte aber die baldige Einkehr in die nächste Glühweinbude.
Schnell entwickelten sich die Gespräche von unser alle Lieblingsraketenheftserie weg zu Themen über das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Faszinierend. Rheinländer und Rhodanisten haben sich anscheinend immer etwas zu erzählen.

Als der Herr Autor nach genossenem Glühwein die örtliche Buchhandlung erspähte, gab es für ihn kein Halten mehr. Schon gar nicht, nachdem ihm gesteckt wurde, dass seine Bücher dort relativ prominent auslägen.
Doch anscheinend ist Robert Corvus in Brühl so angesagt, dass kein einziges seiner Bücher mehr für eine Signatur aufzutreiben war. Aber zwei Silberbände und Trivid standen im SF-Regal. Das war dann zumindest der Trostpreis.

Zurück im Wirtshaus am Schloss, wo wir unsere Ecke mit einem hübschen Conplakat verziert hatten, startete dann das, was man mit einem kleinen Augenzwinkern als Conprogramm bezeichnen könnte.
Nach gutem Essen und Trinken schritten wir zur Verteilung der Contüten. Neben aktuellem Infomaterial hatte Klaus Bollhöfener mir im Vorfeld für jeden Teilnehmer ein kleines Geschenk zu Ehren des allerersten BrühlCon geschickt, was auf allseitige Begeisterung stieß. Vielen Dank noch einmal für die Unterstützung.

Herr Haufen improvisiert eine Rede kurz vor der Verteilung der Contüten
Natürlich durfte auch eine Autogrammstunde nicht fehlen. Robert Corvus hatte extra für jeden Teilnehmer ein Perry-Rhodan-Heft und eine Autogrammkarte zum Signieren mitgebracht. Sehr großartig! Auch hier noch einmal allerbesten Dank.

Robert Corvus bei seiner kleinen Signierstunde
Zu guter Letzt durfte auch ein Panel nicht fehlen. Und so organisierten wir kurzerhand noch ein Kurzinterview mit dem Ehrengast.
Zwischen den einzelnen Programmpunkten ergaben sich spannende und wundervolle kleine Momente. Immer wieder wurde über Roberts Liebe zu einer gewissen Weltraumratte gefrotzelt. Udo Mörsch, verzauberte mit zwei Heftromanen, die er als Kind gemeinsam mit seinen Schulfreunden verfasst hatte – ein beeindruckendes Zeugnis früherer Fankultur. Ralf beeindruckte durch sein immenses Detailwissen rund um die Erstauflage.

Udo Mörsch schrieb nicht nur als Kind Heftromane, sondern ist auch an der Überarbeitung alter Heftromanserien im Mohlberg-Verlag beteiligt

Und immer wieder entwickelte sich das Gespräch von Herrn Rhodan weg zu allen nur erdenklichen Themen. Herrlich! Genau so hatten sich die Brühlotarchen das gedacht. (Danke an M.M. Thurner für den Titel. Wir halten ihn in Ehren, schließlich sind österreichische Titel eine besondere Auszeichnung.)

Am Ende des Tages stand die Frage nach einem möglichen 2. BrühlCon 2018 gar nicht mehr im Raum. Das Ding ist beschlossene Sache.
Erste Ideen existieren bereits, sodass wir im Januar in die konkreten Planungen einsteigen können. Denn vor dem Con ist immer nach dem Con.

Sonntag, 12. November 2017

Interview mit Robert Corvus

Während einer Gesprächsrunde ergab sich auf dem 1. Brühlcon 2017 die Gelegenheit zu einem kurzen Spontaninterview mit dem Autor Robert Corvus.
Wir sprachen über seine verschiedenen Werke und vor allem unterschiedliche Fankulturen innerhalb des großen Genres Fantastik.
Doch hört und seht selbst.
Wie der ganze 1. BrühlCon versprüht auch dieses Video leicht den Charme der liebevollen Improvisation ;)


Wir bitten, die Hintergrundgeräusche zu entschuldigen. An besseren Räumlichkeiten für den BrühlCon 2018 arbeiten wir schon.

Seltsame Begegnung in Brühl

In mir ist der gestrige 1. BrühlCon noch lange nicht zu Ende. So ein feiner Nachmittag und Abend wirkt einfach lange nach. Ich habe tolle Menschen wiedergetroffen und faszinierende neue kennengelernt.
Das alles werde ich in den nächsten Tagen in einem ausführlichen und bebilderten Bericht zusammenfassen. Heute Morgen deshalb nur so viel:

Mein schönstes Con-Erlebnis

Wir waren gerade wieder vom Martinsmarkt im Gasthaus am Schloss angekommen, als sich zwei unbekannte Personen unserer kleinen Con-Ecke näherten.
Im Geiste lief die Liste der Interessenten durch, wen wir noch so erwarteten.
Kein Treffer.
Dann die Frage: Wer denn hier die Verantwortlichen seien?
Alle Finger auf Volker und mich!
Ein Mann und eine Frau. In der Hand einen Ausdruck der Veranstaltungsankündigung auf der Verlags-Homepage. Man hätte eine Frage zu Heftromanen und ihre Aufbewahrung.
Volkers Finger auf mich!

Man habe einen Freund in Stuttgart, der verzweifelt nach Sammelboxen für seine Heftromane suche, und wolle diesem Freund zu Weihnachten helfen. Da habe man gedacht, ob wir da vielleicht weiterhelfen könnten, man sei extra deshalb gekommen.

Natürlich konnte ich schnell weiterhelfen und habe mich den restlichen Abend über die Hilfsbereitschaft dieser beiden unbekannten Menschen gefreut, die für einen Freund extra die Mühe auf sich genommen hatten, uns zu treffen. Die ganze Begegnung hat übrigens keine fünf Minuten gedauert.

Manchmal ist die Welt schon ziemlich großartig.

Glücklich grinsende Brühlotarchen - Danke an M-M. Thurner für diesen Titel und an Robert Corvus für das Photo






Freitag, 10. November 2017

Michael Rhodan in den Planetenromanen

Ich stehe ja noch ganz am Anfang des neuen Zyklus, aber die Figur des Roi Danton fasziniert mich. Ich fand ja schon Thomas Cardiff als Opfer eines übergroßen Vaters nicht schlecht. Mal schauen, was aus dem kleinen Michael wird, immerhin scheint er der Serie ja etwas länger erhalten zu bleiben. Aktuell hängt er wohl auf der SOL ab, was dafür spricht, dass er irgendwann wieder auftaucht.

Bis er auftaucht, gibt es ja noch de Planetenromane. "Das tödliche Element", in dem ja die Verwandlung in Roi Danton beschrieben werden soll, habe ich gestern beim Onlineantiquariat meines Vertrauens erworben und habe dann mal weiter recherchiert. Ernst Vlcek scheint dieser Figur ja recht zugetan gewesen zu sein.

In der Perrypedia finden sich folgende Planetenromane mit Michael/Roi als Hauptfigur:


Außerdem gibt es noch:

Was die Planetenromane angeht, weist meine Sammlung noch sehr große Lücken auf. Bis auf den Jubiläumsband und Halo 1146 steht hier nichts rum, aber vielleicht ist die Konzentration auf einen Protagonisten ja ein möglicher Einstieg in diesen Teil des Perryversums.

Die obige Liste soll mir als Gedankenstütze dienen, und vielleicht zieht ja auch der ein oder andere Heftehaufenleser einen Nutzen daraus.
Erfahrenen Leser wäre ich übrigens dankbar für jeden Hinweis, falls die obige Planetenromanliste um Meister Rhodan junior noch Lücken aufweist.

Mittwoch, 8. November 2017

Andromedings - Eine Rückschau am offenen Hefte - Teil 6

Meine Straße nach Andromeda besteht diesmal nicht nur aus Papier ...


"Wow! Was für ein Ende." So lautete mein Fazit des klassischen MdI-Zyklus. Ich bin so frei, mich selbst zu zitieren, wenn es um das Ende der Andromeda-Staffel geht.

Folgende Hefte habe ich in einem atemlosen Rutsch durchgelesen:

PR Neo 157 - Requiem von Kai Hirdt
PR Neo 158 - Halle der Baphometen von Arno Endler
PR Neo 159 - Der falsche Meister von Rainer Schorm
PR Neo 160 - Im Kreis der Macht von Rüdiger Schäfer

Die MdI sind eine Legende innerhalb des Perryversums, vollkommen klar. Aber was im Neoversum in der zweiten Staffelhälfte abgefeiert wird, ist schon absolut großartig.

Kai Hirdt kündigte ja schon in Oberhausen an, dass einige losen Fäden aufgenommen werden und dass es Mobies gibt. Genau, diese planetengroßen Weltraumwale, die in der Erstauflage einfach nur so da waren. Im Neoversum haben die Mobies tatsächlich einen Sinn und Kai Hirdt gelingt es mit diesen Wesen meisterhaft, die Lebensverachtung, die den Meistern innewohnt, zu schildern. Die Neo-Mobies wurden von den Meistern als kranke Wesen voller Leid und körperlicher Wucherungen geschaffen, deren einziger Zweck es ist, als Rohstoffquelle für die Meister und ihre Hilfsvölker zu dienen. Die Wucherungen der Mobies bestehen nämlich aus einem unverzichtbaren Rohstoff für die Meistertechnologie.

Als wäre dieser Roman nicht schon schrecklich genug gewesen, haut Arno Endler noch einen raus, und greift das Thema "Duplos" auf. Auch diese Wesen spielen in der EA eine entscheidende Rolle, wurden aber auch nie richtig ausgelotet. Und auch Arno Endler zeigt uns die Verachtung und Fürchterlichkeit, die den Meistern innewohnt völlig schonungslos. Ein ganz großes Romandoppel, an dessen Ende zwei Figuren, die schon von Anbeginn durchs Neoversum ziehen, ein ganz neues Schicksal beschert wird.

Rainer Schorm widmet sich dem Schicksal dieser beiden Figuren, Sid und Sue. Ich bin gespannt, was uns hier noch erwartet. Parallel dazu dringt Meister Rhodan mit seinen Kumpels weiter auf die Zentralwelt der Meister vor.

Band 160 ließ mich in der ersten Hälfte etwas ratlos zurück, denn urplötzlich taucht der alte Arkonide auf. Ich war verwirrt ob dieser Plötzlichkeit. Aber spätestens ab Seite 70 tut sich ganz großes SF-kino auf. Die von Kai Hirdt angekündigte Fadenverknüpfung erfolgt, es tun sich kosmische Dimensionen auf, die ganz neue Perspektiven ermöglichen und am Ende bekommt der alte Arkonide eine ganz neue, und im Neo-Serienkosmos völlig logische Rolle zugesprochen. Was daraus wohl wird?

Sids und Sues Schicksal, Atlan und Mirona ... es wird Zeit, dass es weitergeht mit Neo.
Ich bin ja relativ früh aus der Serie aus- und erst mit der Andromedastaffel wieder eingestiegen. Frank Borsch hat tolle Bücher geschrieben, keine Frage, aber irgendwann hat Neo bei mir nicht mehr so richtig gezündet, ohne, dass ich damals sagen konnte warum. 
Das neue Expokratenduo macht vieles richtig, hat in der Andromedastaffel den Spannungsbogen schön langsam aufgebaut und legt ein furioses Finale hin, das Lust auf die nächste Staffel macht. Erzählweise und Perspektive unterscheiden sich fundamental von der Erstausgabe und stoßen sicher so manchen Leser vor den Kopf. Das ist auch vollkommen OK. Aber mich hat die gerade abgeschlossene NEO-Staffel definitiv wieder zurück an Bord geholt. Da steigt mein Lesepensum eben noch etwas, das ist schon ok ;)

Dienstag, 7. November 2017

Auf nach M87

Wohlan, seit eben herrscht bei mir Alarm im Sektor Morgenrot. Nach einem kleineren Exkurs auf die STELLARIS und dem Eintauchen ins Neoversum hat die Erstauflage mich wieder.

Heft 300 am 311. Heftehaufentag - Die Stimmung ist wieder da.

Und was soll ich sagen, es fühlt sich so vertraut an, wie vor der Pause. Wobei Heft 300 ja schon ziemlich seltsam anfängt.

Natürlich weiß ich, wer Roi Danton ist, daher kann ich nicht beurteilen, wie der Anfang auf die damaligen Erstleser gewirkt haben muss. Auf mich macht dieser Jubiläumsband gerade einen etwas lahmen Eindruck, aber ich bin ja beim Schreiben dieser Zeilen auch erst auf Seite 32.

Auf mich wirkt der Prolog von "Alarm im Sektor Morgenrot" so, als hätte Scheer da mal eben auf 4 Seiten einen eigenen Kurzzyklus verschenkt, in dem es um den Aufstieg der Freihändler geht. Das wäre eine nette Abenteuergeschichte geworden.
Ernst Vlcek scheint mit "Das tödliche Element" einen Planetenroman geschrieben zu haben, der zumindest die Entwicklungsgeschichte Roi Dantons nachzeichnet. Den werde ich mir mal besorgen.

Danach folgt ein echtes Familienkapitel, ganz ruhig, völlig untypisch für alles, was ich mit Scheer verbinde.
Der Großadministrator wird dabei erwischt, wie er heimlich eine junge Frau küsst. Woohoo, die Moral der 60er haut voll rein, aber alles gut, der Unsterbliche begrüßt nur seine Tochter. Eine, wie ich finde sehr rührende Szene.

Überhaupt hat mich das Wiedereintauchen in die Welt der 60er völlig fasziniert, nachdem ich vorher die Andromedastaffel zu Ende gelesen hatte. So greift Scheer doch tatsächlich das Thema Notstandsgesetze auf, zum damaligen Erscheinungszeitpunkt ein hochaktuelles Thema. Selbstverständlich sind Notstandgesetze absolut notwendig, um die Integrität des Solaren Imperium zu bewahren, keine Frage.
Und dann folgt Scheer'sche Weltraumstimmung vom feinsten. Mal sehen, wohin sich dieser Zyklus entwickelt.

Ich bin wieder angefixt und voll dabei, freue mich auf die nächsten 100 Hefte.

Mittwoch, 1. November 2017

Der Monat im Rückblick - Oktober 2017

Ups, gestern war der 31. Oktober - höchste Zeit für einen Monatsrückblick. Also bitte:

So lief die Leserei

Nach der Beendigung des MdI-Zyklus habe ich mich für eine kleine Pause entschieden. Da gleichzeitig ein Familienkurzurlaub an den Neusiedler See anstand, der mich im Heftehaufenmitnahmevolumen doch deutlich einschränkte, stand der Oktober fast ganz im Zeichen der STELLARIS.
Platzsparend auf mein Ebook gepackt, boten mir die Geschichten kurzweilige Unterhaltung zwischen vielen schönen Stunden mit meiner Familie.

Der Rest des Monats verlief teilweise unperryologisch. Schließlich erschien der neue Asterix, Yoko Tsuno steht auch im Regal und der Splitter Verlag hat auch noch einiges Ungelesenes bei mir abgelegt. Kurzum: Ich widmete mich der Bildergeschichte und ließ M87 erst einmal M87 sein. Morgen geht es da weiter. Vorher wartet aber noch das Ende der Andromeda-Staffel. Ich will ja wissen, was der NEO Perry so anstellt.


Das passierte im Blog

Natürlich stand auch die Bloggerei ganz im Zeichen der STELLARIS. Neben einer Reihe von Blogartikeln zu jedem Zehnerpack entstand auch ein persönliches Fazit zu meiner Lieblingsgeschichte. "Lebe Wohl" von Frank Borsch habe ich zwischendurch noch einmal gelesen.

Christoph Ditterts Lesung in Wassenach hat auch noch einen kleinen Nachhall erfahren, und dass Robert Corvus im Schreibzeichen auf den Heftehaufen hinwies, finde ich sehr großartig.
Überhaupt dieses schlimme Internet - isoliert die Menschen doch nur, dieser neumodische Tand. Schlimm!
Genau deshalb planen Volker und ich ja ein kleines Treffen. Aus einer Laune heraus haben wir es mal humorig-großspurig BrühlCon genannt. Wer am 11.11. in Brühl noch dabei sein will, folge diesem Link und sei herzlich willkommen. Damit es wenigstens etwas Con-like wird, haben wir uns ein paar nette Sachen ausgedacht.

Das machte der Sammlungsaufbau

Ich habe ja immer dann am meisten Freude an Sammlungszuwächsen, wenn sie unverhofft kommen. So war ich sehr erfreut, als in einem Nachbardorf jemand eine kleine Sammlung unterschiedlicher Bücher für den kleinstmöglichen zweistelligen Eurobetrag loswerden wollte.

Dieses hübsche Konvolut fand ich ganz in meiner Nähe. Nun harrt es der Sichtung.
Ein paar Planetenromane - Originalausgabe und Weltbild, die "Rupfbücher" aus der Autorenbibliothek, ein Grundstock an Atlan-Blaubänden, ein paar Heyne-Bücher (leiderist Odysee nicht ganz komplett) und die Thoregon-Ausgabe von Bechtermünz - sowas ist doch schön. Stellt sich nur mal wieder die Platzfrage.